Dementieren zwecklos

Ein Schauspiel über das Vergessen,  

die Liebe und was bleibt

 

Was genau ist „Demenz“? Trifft es nur „alte“ Menschen? Oder ist nicht die Frage erlaubt, was Alter eigentlich ist und was einen vor den unangenehmen Folgeerscheinungen, die das Leben und insbesondere das Älterwerden mit sich bringt, schützen kann. Udo Jürgen sang einst „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“. Doch was tun, wenn einen die Demenz gerade in den so beschriebenen „besten Jahren“ heimsucht?


Mit  diesen  Fragen  beschäftigt  sich das Stück  „Dementieren   zwecklos“ von Uwe Spille. Hierin gehen er und die Schauspielerin Britta Martin-Dumke als Moderatoren und in Zwischenszenen als älteres Ehepaar den oben genannten Fragen  nach,  geben  nicht  immer bequeme  Antworten  oder  stehen selbst vor der Frage, was man im Angesicht des Älterwerden tun kann.

„Dementieren zwecklos – Ein moderiertes Schauspiel um das Vergessen, die Liebe und was bleibt“ mit Uwe Spille und Britta Martin-Dumke wendet sich vordergründig an die Generation 68.


Und darüber hinaus an alle, die schon immer wussten, dass dementieren zwecklos ist. Und man sein Leben leben sollte, bevor man tot ist.


Hier eine kurze

Zusammenfassung des Schauspiels

auf Youtube








 

 

Was die Presse sagt:

(bei der Premiere 2014 damals noch mit Karin Pittner)

 

        Schwarzwälder Bote Link 

 

 

 

 

Südkurier, 20.11.2014

Einblick ins große Vergessen 

„Dementieren zwecklos“, heißt das neue Theaterstück von und mit Karin Pittner und Uwe Spille rund um den Themenkomplex Demenz. Das Stück feierte jetzt vor zahlreichen, begeisterten Zuschauern seine Premiere im Landratsamt in Villingen.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Demenz des Schwarzwald-Baar-Kreises. „Willkommen zum kleinen Schauspiel über großes Vergessen“, eröffnen die beiden Protagonisten ihre Darstellung. Den Zuschauern wird sofort klar: Hier kommt auch der Humor nicht zu kurz. Dies bemerkt man spätestens beim Vergleich mit dem Heiligen Franziskus: „Ein Mann kommt in die Stadt, verteilt sein komplettes Vermögen und seine Klamotten, was würde man denn heutzutage davon halten?“.

Im Mittelpunkt der Darbietung steht das Ehepaar Heinz und Irene. Beide sind bereits pensioniert und seit 45 Jahren ein Liebespaar. Eines Tages sitzen sie beim Frühstück und Irene hat Schwierigkeiten, auf ein bestimmtes Wort zu kommen. Schließlich geht sie zum Arzt und erhält beim Neurologen die Diagnose Demenz.

In mehreren Episoden aus dem Leben des Paares erhält man nun Einblicke in den Umgang mit dieser Diagnose und den tatsächlichen Folgen für sich selbst, für den Partner und die Familie.

Das Stück zeige diesbezüglich jedoch eine Utopie auf, erklärt Uwe Spille zu Beginn, und betont: „Es sollen positive Bilder entwickelt werden.“

Zwischen die einzelnen Lebensausschnitte von Heinz und Irene streuen Pittner und Spille informative Diskussionen und Hintergrundwissen ein. Der deutsche Psychiater Alois Alzheimer beschrieb 1901 anhand seiner Patientin Auguste Deter das erste Mal die später nach ihm benannte Krankheit. Anhand der Protokolle und des Krankenblattes spielen die Darsteller das erste Zusammentreffen von Arzt und Patientin nach. Die Zuschauer erhalten somit einen Zugang zum Thema, welcher mit reichhaltigen Informationen ausgestattet ist, dennoch auch den emotionalen Aspekt in den Fokus rückt.

Brillant verkörpern Spille und Pittner dabei das alternde Ehepaar und dessen Umgang mit der fortschreitenden Demenz.

Eben jene Emotionalität ist dem Ideengeber Peter Graf zu Dohna wichtig: „In diesem Stück geht es nicht nur darum, reines Sachwissen zu erwerben, es sind auch die Gefühlsmomente, die wichtig sind. Das Mitleben, Wissen und Fühlen, was Betroffene und Kranke mitmachen, bringt Toleranz und nur so kommen wir weiter“. Auch Karin Pittner unterstreicht dies und erklärt, dass Emotionen oft der einzige Bindungszugang zu Dementen sei, man müsse sie „gefühlsmäßig abholen“.

„Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung und bin richtig bewegt“, äußerte sich Regina Büntjen vom Arbeitskreis Demenz zum Schauspiel, „Ich hoffe, es wird viele weitere Aufführungen im Kreis geben“.

(Guy Simon) 

 

 

 

Dementieren zwecklos wird gefördert über  

das Gesundheitsamt  Schwarzwald-Baar

Terminabsprachen über Uwe Spille 

oder

Regina Büntjen, Gesundheitsamt 07721/913 7193